Aus nach 50 Jahren – Playland ist insolvent
Ein Stück niedersächsische Glücksspieltradition steht vor dem Aus. Wie das Traditionsunternehmen Playland mitteilte, wurde ein Insolvenzantrag gestellt. Davon betroffen sind auch die rund 50 Mitarbeiter des Familienbetriebs. Noch ist unsicher, ob und wie es mit ihnen und dem Unternehmen weitergeht. Gibt es vielleicht noch Hoffnung auf eine Rettung?
In der Glücksspiellandschaft Niedersachsens geht die Angst um
Nun muss man wissen, dass die Playland Casino GmbH nicht irgendein Glücksspielanbieter ist. Bei ihr handelt es sich um einen Betreiber von sechs Spielhallen in Niedersachsen, zu denen auch die einzige der Nordseeinsel Norderney gehört. In Cloppenburg sind die Playland Lichter hingegen bereits ausgegangen, denn die örtliche Spielhalle wurde zum 1. März 2026 gewinnbringend veräußert. Die Cloppenburger Spielothek ist jedoch nicht die einzige.
In einem hauseigenen “Rettungsversuch” hatte die Playland Casino GmbH bereits sechs unrentable Standorte in den vergangenen Monaten verkauft. Wie der Geschäftsführer Jan-Hendrik Meiners gegenüber Medienvertretern betonte, sei ein Insolvenzplan “ in der Vorbereitung,” Für die Spieler hat die Insolvenz glücklicherweise keine Konsequenzen, denn der Spielbetrieb wird wie gewohnt an allen verbliebenen Standorten aufrechterhalten. Ob es nach rund 50 Jahren für Playland dauerhaft weitergehen wird, steht jedoch noch in den Sternen.
Coronapandemie führt zur Playland Krise
Für die Insolvenzverwaltung wurde die Kanzlei BBORS Kreuznacht beauftragt. Ein Vertreter der Anwaltskanzlei bestätigte nach einem Blick in die Bilanzen, dass das Unheil für Playland im Jahre 2021 während der Lockdowns seinen Lauf nahm. Man hatte bis 2019 exzellente Geschäfte gemacht und in diesem Zuge mehrere Niederlassungen übernommen und sei dementsprechende finanzielle Verpflichtungen eingegangen, die man anschließend aufgrund der Lockdowns nicht mehr bedienen konnte.
Post