Wynn Al Marjan Island: 600 Millionen Dollar mehr Kosten
Wynn Al Marjan Island soll im September 2027 eröffnen, obwohl der regionale Konflikt den Bau des Resorts zeitweise beeinträchtigte. Wynn-Resorts-CEO Craig Billings zufolge ging dadurch bislang lediglich ein Tag Bauzeit verloren. Das Projekt in Ras Al Khaimah wäre das erste regulierte Casino der Persischen-Golf-Region und der erste integrierte Gaming-Resort dieser Art in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Angaben stammen aus einem PokerNews-Bericht über Billings’ Aussagen bei der Global Gaming Expo (G2E) in Las Vegas. Der Konflikt hatte im Februar zu einer kurzen Baupause geführt; Wynn erklärte damals, die Lage zu beobachten. Größere Verzögerungen seien laut Billings ausgeblieben, obwohl der Baustopp und die Sicherheitslage im Umfeld des Projekts Fragen zum Zeitplan aufwarfen.
Eröffnungstermin nach Anpassung des Zeitplans
Ursprünglich war die Eröffnung für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Der aktuelle Plan nennt nun September desselben Jahres. Damit ist der Termin gegenüber der früheren Planung nach hinten gerückt; der Bericht führt diese Verschiebung jedoch nicht ausschließlich auf den Konflikt zurück. Billings’ Aussage zum verlorenen Bautag bezieht sich auf die unmittelbaren Auswirkungen der kriegsbedingten Unterbrechung.
Der Bau in Ras Al Khaimah läuft unter Bedingungen, die laut dem Wynn-Chef größere sicherheitsbedingte Unterbrechungen bislang verhindert hätten. Billings hob dabei die Sicherheitsmaßnahmen in den Emiraten hervor und beschrieb die Lage vor Ort als normal. Das sind Einschätzungen des Unternehmenschefs, keine unabhängige Bewertung der regionalen Sicherheitslage.
600 Millionen Dollar zusätzliche Kosten
Die ausgebliebenen großen Bauverzögerungen bedeuten allerdings nicht, dass der Konflikt finanziell folgenlos bleibt. Wynn Resorts hat nach Billings’ Angaben weitere 600 Millionen US-Dollar für konfliktbedingte Kosten eingeplant. Dazu zählen unter anderem höhere Versand- und Lieferkettenkosten. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich damit auf rund 5,7 Milliarden US-Dollar.
Die zusätzlichen Aufwendungen zeigen, dass ein stabiler Baufortschritt und steigende Projektkosten gleichzeitig auftreten können. Während die Baupause kurz blieb, verteuerten sich demnach Logistik und Beschaffung. Der Bericht nennt keine Aufschlüsselung der 600 Millionen Dollar nach einzelnen Kostenpositionen.
Marina als Teil des Resorts
Zum Resort gehört auch eine Marina für Yachten, die gemeinsam mit der Anlage eröffnet werden soll. Wynn stellte nach Angaben des Berichts neue Entwürfe für das Hafenprojekt vor. Es ergänzt das Casino um ein weiteres Element des integrierten Resorts, dessen Angebot über Glücksspiel hinausgehen soll.
Für die internationale Casino- und High-Stakes-Landschaft bleibt damit vor allem der bestätigte Starttermin relevant: Wynn plant weiterhin die Eröffnung im September 2027. Der Konflikt hat den Zeitplan laut Billings bislang nicht wesentlich beeinträchtigt, die Kosten jedoch deutlich erhöht. Ob der aktuelle Termin trotz der regionalen Unsicherheiten Bestand hat, wird sich am weiteren Baufortschritt zeigen.
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