Macau-Casinos zahlen Monatsgehalt als Bonus an Mitarbeiter
Nach einem Rekordjahr für die Glücksspielmetropole zeigen sich die Casino-Betreiber in Macau spendabel. Fünf der sechs Lizenznehmer haben bereits angekündigt, ihren Mitarbeitern einen Bonus in Höhe eines Monatsgehalts zu zahlen. Sands China dürfte in den kommenden Tagen nachziehen.
Galaxy Entertainment, Melco Resorts, MGM China, Wynn Macau und SJM Resorts schütten die Boni an rund 97 Prozent ihrer Belegschaft aus. Die Zahlungen richten sich an alle nicht-leitenden Angestellten. Wynn Macau verteilt die Sonderzahlung im Rahmen des 20-jährigen Jubiläums in der chinesischen Sonderverwaltungszone an 98 Prozent seiner 11.552 Mitarbeiter.
30,9 Milliarden Dollar und ein neuer Besucherrekord
Die großzügigen Boni kommen nicht von ungefähr. Macaus sechs Casino-Betreiber erwirtschafteten 2025 einen Brutto-Gaming-Umsatz von knapp 30,9 Milliarden Dollar – ein Plus von 9,1 Prozent gegenüber 2024 und mehr als doppelt so viel wie der Las Vegas Strip. Die Zahlen übertrafen die Analystenerwartungen von 30 Milliarden Dollar deutlich und markieren das beste Jahr seit der Pandemie.
Der Erfolg basiert auf einer grundlegenden Neuausrichtung. Nachdem die chinesische Regierung die VIP-Junket-Gruppen praktisch ausgelöscht hatte, konzentrierten sich die Casinos erfolgreich auf Premium-Mass-Spieler. Diese wohlhabenden Gäste setzen zwar nicht mehr die astronomischen Summen der alten High-Roller, kommen dafür aber häufiger und geben ihr Geld über das gesamte Resort verteilt aus. Citigroup-Umfragen zeigen, dass sowohl die Anzahl als auch die durchschnittlichen Einsätze dieser Spielergruppe 2025 deutlich gestiegen sind.
Parallel dazu knackte Macau einen weiteren Rekord: Über 40 Millionen Besucher strömten 2025 in die Enklave – mehr als jemals zuvor, selbst vor der Pandemie. Die 40,06 Millionen Ankünfte übertrafen den bisherigen Bestwert von 2019 (39,41 Millionen) und lagen 14,7 Prozent über dem Vorjahr.
Vorsichtige Prognosen für 2026
Trotz des Erfolgs bleibt die Macau-Regierung für 2026 zurückhaltend. Die offizielle Prognose liegt bei 236 Milliarden Pataca (rund 29,4 Milliarden Dollar) und damit unter dem 2025er-Ergebnis. Wirtschafts- und Finanzminister Tai Kin Ip bezeichnete die Schätzung als „umsichtig“ und verwies auf Unsicherheiten in der internationalen Wirtschaft.
Private Analysten sind etwas optimistischer. Deutsche Bank rechnet mit einem Wachstum von 5,8 Prozent auf 32,8 Milliarden Dollar, während UBS ein Plus von 6 Prozent erwartet. Die Erholung läuft zwar stabil, erreicht aber noch nicht die Vor-Pandemie-Niveaus – 2025 entsprach etwa 84,7 Prozent der Umsätze von 2019.
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