Jay-Z plant Milliardenprojekt für Casinos am Times Square

 

Der US-Rapper und Unternehmer Jay-Z bringt sich erneut aktiv in das Rennen um eine der begehrten Casino-Lizenzen für New York City ein. Gemeinsam mit Roc Nation, dem Immobiliengiganten SL Green und Caesars Entertainment möchte er ein prestigeträchtiges Projekt mitten am Times Square realisieren: das „Caesars Palace Times Square“.

Die Pläne sind nicht neu, doch nun werden sie deutlich konkreter. Jay-Z selbst reiste überraschend nach Albany ins New York State Capitol, um persönlich für das Vorhaben zu werben – unter anderem bei der demokratischen Mehrheitsführerin Andrea Stewart-Cousins. Damit setzt das Konsortium gezielt auf Prominenz, um im Ringen um die Lizenz zu punkten.

Casino-Projekt mit Fokus auf die Nachbarschaft

Ein entscheidendes Argument für das Casino in Midtown Manhattan ist das geplante Community-Förderprogramm. Insgesamt will das Bündnis rund 250 Millionen US-Dollar für den Stadtteil Hell’s Kitchen und angrenzende Viertel bereitstellen. Bereits im Vorfeld sollen 15 Millionen Dollar direkt ausgezahlt werden. Zusätzlich fließen künftig 0,5 % der Casino-Umsätze jährlich in einen Nachbarschaftsfonds.

Laut Jay-Z soll dieses Modell den Anwohnern helfen, „mehr als Tourismus“ aus dem Projekt zu ziehen. Die Gelder werden über einen sogenannten „Community Trust“ verwaltet, in dem auch Anwohnerstimmen vertreten sein sollen. Ziel sind Investitionen in Bildung, Jugendarbeit, Seniorenbetreuung und lokale Kulturprojekte.

Zwischen Hoffnung und Widerstand

Obwohl das Projekt viele Unterstützer findet – etwa von der Hotelkette Wyndham und Teilen der Broadway-Branche – gibt es auch deutlichen Gegenwind. Insbesondere die Gewerkschaft der Lehrer (UFT) sowie die Broadway League kritisieren das Vorhaben. Sie befürchten negative Folgen für das kulturelle Umfeld und eine Zunahme von Verkehrsproblemen und Kriminalität.

Die Initiative „No Times Square Casino Coalition“ bringt diesen Protest auf die Straße und wirbt aktiv für eine andere Nutzung der Fläche. Trotz Jay-Zs starkem Einfluss ist der politische Weg zur Lizenz also keinesfalls frei.

Konkurrenz schläft nicht – oder zieht sich zurück

Insgesamt stehen drei neue Casino-Lizenzen für New York City zur Verfügung. Neben Jay-Zs Konsortium haben sich auch Anbieter wie MGM (Yonkers) und Genting (Queens) in Stellung gebracht – beide betreiben bereits Spielstätten und gelten daher als Favoriten.

Jedoch ist auch Bewegung im Wettbewerb: Der Rückzug von Wynn Resorts aus dem Hudson-Yards-Projekt gibt Jay-Zs Team Rückenwind. Weniger starke Bewerber erhöhen die Chancen, den Zuschlag für das Midtown-Vorhaben zu bekommen.

Entscheidung soll 2025 fallen

Die New York State Gaming Commission wird voraussichtlich Ende 2025 über die Vergabe der Lizenzen entscheiden. Bis dahin bleibt noch Zeit für Lobbyarbeit, Kompromisse – und möglicherweise neue Angebote an die Stadt und ihre Bürger.

Fest steht: Mit Jay-Z an der Spitze und einem klaren Plan für soziale Investitionen hat das Caesars-Projekt gute Karten, zu einem echten Flaggschiff für modernes Entertainment in New York zu werden.

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